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Jodi Picoult - Neunzehn Minuten

Geschrieben von Ambro am Donnerstag, 11. März 2010 in Literatur
"In neunzehn Minuten kann man den Rasen vor dem Haus mähen, sich die Haare färben, Brötchen backen, sich vom Zahnarzt eine Füllung machen lassen oder die Wäsche für eine fünfköpfige Familie zusammenlegen....
(...) In neunzehn Minuten kann man einem Kind eine Gutenachtgeschichte vorlesen oder einen Ölwechsel machen lassen. Man kann eine Meile gehen. Man kann einen Saum nähen.
In neunzehn Minuten kann man die Welt anhalten oder einfach von ihr abspringen.
In neunzehn Minuten kann man Rache nehmen."


So beginnt Jodi Picoults Roman Neunzehn Minuten. Neunzehn Minuten, die durch den Amoklauf an einer Highschool das Leben der Bewohner einer ganzen Stadt verändern. Einfühlsam und realistisch erzählt Picoult die Geschichte, die hinter dem Amoklauf steckt, nach und nach wird aus unterschiedlichen Perspektiven enthüllt, wie es dazu kommen konnte und welche Folgen die Tragödie nach sich zieht. Kann man Mitleid mit einem Amokläufer haben? Der Frage nach Tätern und Opfern wird hier sensibel auf den Grund gegangen, die Figuren haben Tiefe, so dass das Buch einem wirklich unter die Haut geht und zum Nachdenken anregt. Absolut lesenswert, nicht nur für Lehrer ;-)



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